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Museum Uranbergbau
Traditionsstätte des Sächsisch - Thüringischen
Uranerzbergbaus |
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| Veranstaltung in Schlema zum Tag des Geotops |
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(H.M.) SCHLEMA In Deutschland findet jeweils am 3. Sonntag des Monats
September der Tag des Geotops statt. Ein Ziel dieses Tages ist es,
Geotope als „Natur – Urkunden“ den Menschen bekannt
zu machen und für deren Erhaltung in ihrer Ursprünglichkeit
einzutreten, weil sie oft wirtschaftlichen Interessen zum Opfer fallen
und unbemerkt verschwinden. Geotope auch für die nachfolgenden
Generationen zu erhalten, ist ein erklärtes Ziel des Tages.
Dies gilt auch für das Flächennaturdenkmal „Roter
Kamm“ am Zechenplatz im Kurbad Schlema. Weil sich diese Felsenformation
schon seit über 300 Millionen am besagten Ort befindet ist sie
vielen Hiesigen nicht unbedingt ein Begriff. Viele Menschen laufen
am Roten Kamm vorbei und kommen ins Staunen, wenn man ihnen die Bedeutung
dieser rotfarbenen Felsen erläutert. Der Gehalt an Eisen- und
Manganerzen, vor allem Roteisen, gab dem Felsen seinen Namen und war
Anlaß für die Anlage eines Stolln im Jahre 1451.
Die steil aufragende Felsenklippe stellt die sichtbare Verwerfung
zwischen Granit und Phyllit dar und bildete sich vor ca. 300 Millionen
Jahren während der varistischen Gebirgsbildung. Eine Spaltenfüllung,
die innerhalb einer über hunderte von Kilometern von Nordwesten
nach Südosten verlaufenden tektonischen Tiefenstörung durch
Thüringen, Sachsen bis in die Tschechische Republik verläuft.
An dieser Störung sind bei Bewegungen der Erdkruste die Gesteine
auseinander gebrochen und gegeneinander verschoben worden. Im Gebiet
des „Roten Kamms“ ist das Geländer der heutigen Ortschaft
Schlema um fast 500 Meter abgesenkt worden. In der unmittelbaren Nähe
solcher gigantischen Bewegungen der Erdkruste bildeten sich im stärkeren
Maße Erze. Dadurch wurde auch die Schlemaer Lagerstätte
stark beeinflusst. Kupfer und Eisen konnten später in großem
Umfange gewonnen werden. Aber vor allem das Uranerz sollte die Entwicklung
des Ortes maßgeblich prägen. Heute weiß man, dass
in sich Schlema eine der größten Gangerzlagerstätte
von Uran befand.
Das Museum Uranerzbergbau bietet am 19. September um 10.00 Uhr eine
ca. 1,5 stündige Führung zum Roten Kamm an. Dazu treffen
sich alle Interessenten auf dem Parkplatz am Kulturhaus „Aktivist“.
Die Wegstrecke führt über die Marktpassage und dem Kurpark
bis zum Flächennaturdenkmal „Roter Kamm“.
Im Museum liegt ein kostenloses Faltblatt mit allen wichtigen Informationen
aus. |
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| Tag des Geotops in Bad Schlema (HM) SCHLEMA.
Am 18. September 2005 wird in Bad Schlema zum dritten Mal der Tag
des Geotops begangen. In ganz Deutschland wird am dritten Sonntag
des Monats September der Tag des Geotops begangen. Es geht darum,
naturkundlich und heimatkundlich interessierten Menschen auf einmalige
Zeugnisse der Erdgeschichte aufmerksam zu machen und sich für
ihre Erhaltung einzusetzen. Geotope werden als Urkunden der Erdgeschichte
verstanden, sie sind Zeugnisse von geologischen Prozessen aus grauer
Vorzeit.
Für Bad Schlema und die Nachbarstadt Schneeberg hat der Rote
Kamm, ein Flächennaturdenkmal am Zechenplatz eine herausragende
Bedeutung für den ca. 320 Millionen Jahre später einsetzenden
Bergbau.
Der Rote Kamm ist aber auch über die Ortsgrenzen beider Orte
weit bekannt. Er markiert den Verlauf der Gera-Jachymover Störung.
Diese Geologische Störung ist über viele Kilometer vom
thüringischen Gera bis in das tschechische Jachymov nachweisbar.
Das Museum Uranbergbau beteiligt sich an diesem 18. September mit
einer geführten naturkundlichen Wanderung an der Aktion, welche
in Sachsen durch das Landesamt für Umwelt und Geologie organisiert
wird.
Der Wanderleiter, Herr Meinel, empfängt die Wanderfreunde 10.00
Uhr auf dem Parkplatz des Kulturhauses „Aktivist“. Die
Teilnahme an der geführten Wanderung ist kostenfrei. Die Teilnehmer
der Wanderung erhalten die Möglichkeit, interessante Details
zur Ortsgeschichte zu erfahren. In einem Faltblatt sind viele wichtige
Daten zum Naturdenkmal erfasst. Dieses Faltblatt ist im Museum kostenlos
erhältlich.
Im Anschluss an die Wanderung erwartet das Museum Uranbergbau seine
Gäste bis 16.00 Uhr. Hier kann u. a. auch eine Mineraliensammlung
besichtigt werden.
Weitere Informationen sind unter der Telefonnummer 0 37 71 / 29
02 23 zu erhalten. |
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